Magersüchtige haben ohne Frage ein äußerst bedauernswertes Schicksal und sollten wohl in jedem Fall professionell betreut und therapiert werden. Häufig – wie auch hier – erinnert deren äußere Erscheinung jedoch an ein wandelndes Skelett.
Hier haben wir eine solche Patientin Z auf der Station, die wohl nicht Herrin Ihrer Gedanken und Taten ist. So muss sie von Zeit zu Zeit fixiert werden, schon weil sie für sich selbst und vorallem auch den übrigen Mitpatienten eine Gefahr darstellt. Erst der letzte Zwischenfall, wo Z einer anderen Patientin unvermittelt und ohne Grund eine Tasse mit kochendheißem Wassser plötzlich über deren Kopf gegossen hat, zeigt wie es um sie steht. Leider ist das nur die Spitze des Eisberges. Auch hat sie weder vor Mitpatienten noch derem Besitz Respekt, nimmt z.B. Brillen ab um sie auf den Boden zu schmeißen oder geht durch die Zimmer der anderen wohl auf der Suche z.B. nach Zigaretten, die ihr vom Presonal verwehrt werden.
Kurz: Z ist nichtnur eine Gefahr für sichselbst, sondern vorallem auch für die auch kranken und schutzbedürftigen Mitpatienten. Viele wurden schon angegriffen – sowohl körperlich, über ihr Besitztum und verbal – ohne, dass es das Personal sonderlich zu interessieren schien. Im Gegenteil werden durch manche Maßnahmen nun alle (anderen) Bestraft. So wird z.B. die Küche derzeit nur noch kurz und auf Verlangen beim Personal betretbar, damit Z nichtmehr an kochendes Wasser kommt. Zwar kann man diese Vorgehen zum Teil verstehen, aber so werden die auch so schon betroffenen und auch leidenden Mitpatienten eben zusätzlich belastet. Auch die umgehende Anspannung und Angst vor Z macht die sonst recht familiäre Atmosphäre eher kaputt. Warum Z nicht auf eine spezialisierte Station (evtl. auch in ein anderes Klinikum) verlegt wird ist uns allen aber ein Rätsel. Vielleicht hat das auch was mit Budgets/Geld und sonstigen eher wirtschaftlichen Gründen zu tun. Man weiß es nicht…
UPDATE: inzwischen ist die Küche doch wieder regulär offen. D.h. andererseits aber auch, dass wieder tolleriert wird, dass auch Frau Z Zugang zu heißem Wasser, Besteck und Tassen hat. Alles Dinge, die sie als „Waffen“ benutzen kann.
Irritierend ist auch, dass andere Patienten schon z.T. wenig Kleinigkeiten fixiert wurden, aber Z – obwohl auch für andere gefährlich – nur für kurze Zeit fixiert wird und ansonsten frei unter den traumatisierten, psychisch labilen, stark selbstmordgefährdeten Patienten herumgehen und diese angreifen darf.
Ich wünsche Patientin Z alles Gute und schnelle Besserung Ihrer Lage, blos denke ich, dass sie hier fehl am Platze ist, in eine spezialisierte Einrichtung sollte und eine Zumutung für die übrigen kranken Patienten ist.